Sylvia Löhrmann in der Region weiterlesen?

Begonnen hat dies mit den Gründungsvorbereitungen der Stadtwerke Tecklenburger Land. Diese Gründung wurde von fast allen Grünen Fraktionen und Ortsverbänden gewünscht. Mittlerweile ist die Gründung abgeschlossen und unser Thema ist nun die ökologische Ausrichtung der Stadtwerke. Eine Frage lautet da, wie können wir die Stadtwerke – mit unserem Einfluss - dazu bringen

-      keinen Atomstrom mehr zu verkaufen.

-      selbst regenerativen Strom herzustellen  

-      und nur regenerativ hergestellten Strom zu verkaufen.

Dazu haben wir schon mehrere Veranstaltungen durchgeführt und arbeiten an Lösungen.

Sylvia Löhrmann berichtete aus Solingen. Dort saß sie im Rat der Stadt. In Solingen bieten die Stadtwerke Bürgerstrom an. Natürlich Atom- und Braun- und Steinkohlestromfrei. Nur regenerativ hergestellter Strom.  Außerdem wies sie uns auf den AK Stadtwerke der Grünen in Düsseldorf hin.

Ein großes – für die Region wichtiges Thema – ist die Stilllegung der Zeche. Da sehen wir weniger die wegfallenden Arbeitsplätze, sondern eher die Nachnutzung der nun nicht mehr benötigten Flächen.

Uns treiben zu der Stilllegung  zwei große Gedanken.

Erstens:     Was ist mit den Ewigkeitslasten, die auf uns zukommen.

1.1.      Da sind die baulichen Schäden an Gebäuden und Straßen. Da sind wir recht sicher, dass dies adäquat gehandhabt wird und die Kosten übernommen werden.

1.2.      Dann sind dort die Salzfrachten, die nach der Anhebung des Grundwassers unvermindert aus dem Berg gespült werden und die Ibbenbürener Aa zu einem toten Fließgewässer machen.

1.3.      Und das aus dem Bergwerk geschwemmte PCB.

-      Keiner weiß wie viel das ist.

-      Keiner weiß was da noch auf uns zukommt.

-      Keiner hat eine Lösung.

Da sind wir vor Ort gefordert. Ohne Hilfe von außen sicher überfordert.

Zweitens:       Wie können die freiwerdenden Flächen nachhaltig bespielt werden?

2.1.      Sind es die regenerativen Energien auf den Halden?

2.2.      Ist es die Renaturierung eines Teils des Betriebsgeländes?

2.3.      Ist es die Ausweisung von Gewerbegebieten auf einem Teil des Betriebsgeländes       insbesondere für innovative Zukunftsfirmen.

Oder soll es doch eine Spedition werden. Mit großem Flächenverbrauch und wenigen schlechtbezahlten Arbeitsplätzen. Da gibt es zwischen den Parteien in den Räten unterschiedliche Meinungen zur weiteren Vorgehensweise und Schwerpunktsetzung.

Wir meinen: Bei einer Arbeitslosenquote von unter 4 % müssen wir uns auch - aber sicher weniger - Gedanken um die Ansiedlung neuer Betriebe machen. Die Schwerpunktsetzung in der Region muss die Ausbildung und Bindung von Fachkräften sein.

Sylvia Löhrmann zu Salzfrachten und PCB. Das Problem ist in der Landesregierung – und da besonders bei Johannes Remmel - bekannt.

Flächen. Auf den Halden sollte – da dort Windverhältnisse wie an der Nordsee sein sollen – auf jeden Fall Platz für regenerative Energien sein. Und die natürlich von den Stadtwerken betrieben und mit Bürgerbeteiligung finanziert.  Da ist sie sich sicher, dass das Land da die Planung und Umsetzung unterstützen würde.

Ein anderes großes - und besonders grünes - Thema ist die industrielle Massentierhaltung in der Region.

Wir erleben in jeder Gemeinde wie sich das Landschaftsbild und die Landwirtschaft verändert. Die Landwirte versuchen auf Teufel komm raus die fallenden Preise durch mehr Produktion auszugleichen. Was aber nach allen Gesetzten der Marktwirtschaft nicht gelingen kann.

Für die bäuerliche Landwirtschaft ist kein Platz mehr.

1.   Stattdessen gibt es eine Konzentration der Tierhaltung  in immer größeren Beständen und Ställen.

2.   Die Belastung des Grundwassers und somit der Preis für die Trinkwassergewinnung steigt.

3.   Die Kulturlandschaft des Tecklenburger Landes wird zerstört

4.   Die Artenvielfalt nimmt bedrohlich ab.

Wir versuchen durch unsere Arbeit in den Räten eine Sensibilisierung gegen die Massentierhaltung zu erreichen. Dies gelingt uns immer wieder.  Aber gegen die Interessen und Lobby der Landwirtschaft ist das harte Arbeit.

Das Phänomen ist ihr bekannt. Es gibt immer mehr Vege- und Flexitarier. Trotzdem wird immer mehr Fleisch produziert. Fleisch, dass weder in der Region noch in Deutschland verbraucht wird. Wir produzieren hier für den Export. Die Folgen wie Nitrat im Trinkwasser, Zerstörung der Kulturlandschaft und die Abnahme der Artenvielfalt bleibt vor Ort.

Sylvia Löhrmann wies in diesem Zusammenhang auf das Ziel der Landesregierung - Bildung für nachhaltige Entwicklung - hin. Unter diesem Ziel sollen – nicht nur Schüler, sondern auch Erwachsene - in die Lage versetzt, das Wissen über Nachhaltigkeit anzuwenden und Ansätze einer nicht nachhaltigen Entwicklung erkennen zu können.

 

Zukunftsweisend fand Frau Löhrmann die aktive, zielorientierte Zusammenarbeit der Grünen Fraktionen in der Region. So sei Politik wahrnehmbar gestaltbar.

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